Welche Größe und Höhe ist ideal für ein Hochbeet?
Die Beete sollten nicht breiter als 100 cm sein, wenn sie von beiden Seiten zugänglich sind; bei einseitigem Zugang empfiehlt sich eine Breite von maximal 80 cm. Flache Beete (20-30 cm) eignen sich ideal für Salat/Kräuter sowie für viele Gemüsesorten. Für Tomaten oder Gurken empfehlen wir oft bis ca. 40 cm Höhe - so bleibt die Pflege auch bei hohen Pflanzen angenehm.
Wie befülle ich ein Hochbeet richtig (Schichten)?
Empfohlen: 3-4-Schichten-Aufbau (von unten nach oben).
1. Drainage: grobe Äste/Zweige oder Holzhäcksel.
2. Gartenabfälle: umgedrehte Rasensoden, Laub/Grasschnitt.
3. Halbreifer Kompost (optional etwas Mist).
4. Oben: hochwertige Gemüseerde + reifer Kompost.
Tipp: leicht verdichten, damit das Beet später weniger absackt. Bei 20-30 cm Höhe reicht oft ein durchlässiges Substrat mit Kompost.
Welche Erde eignet sich für Gemüse, Kräuter & Erdbeeren?
Gemüse: nährstoffreich & durchlässig (Gartenerde + reifer Kompost). Kräuter: eher mager und locker (weniger Kompost, ggf. Sandanteil). Erdbeeren: humusreich, gerne leicht sauer. Strukturstabile Zuschläge (Holzfaser/Sand/Perlite) helfen gegen Staunässe.
Wo ist der beste Standort - und welche Ausrichtung?
Sonnig und windgeschützt (mindestens 6–8 Stunden Sonne). Oft sinnvoll: Nord–Süd-Ausrichtung der langen Seiten. Hohe Pflanzen nach Norden, niedrige nach Süden - so gibt es weniger Verschattung.
Wie schütze ich das Hochbeet vor Spätfrost - und was bringt eine Abdeckung?
Eine
Abdeckung/Frühbeet-Haube (z. B. Polycarbonat) speichert Tageswärme, mindert die nächtliche Abkühlung und hält Wind ab. Alternativen:
Vlies oder
Folie. Wichtig: regelmäßig
lüften, um Überhitzung und Schimmel zu vermeiden.
Wie oft gieße ich im Hochbeet - gibt es Faustregeln?
Hochbeete trocknen schneller ab als Flachbeete. Faustregel: Sind die obersten 3-5 cm trocken, gründlich wässern (selten, aber durchdringend). Mulch reduziert Verdunstung. Den Rhythmus immer an Wetter, Standort und Bepflanzung anpassen.
Was hilft gegen Schnecken und Wühlmäuse im Hochbeet?
Wühlmäuse: engmaschiges Wühlmausgitter (ca. 6-13 mm) unter dem Beet.
Schnecken: mechanischer Schneckenzaun oder Kupferband; Lücken schließen, morgens gießen, Nützlinge fördern. 100%-Schutz gibt es nicht – am besten mehrere Maßnahmen kombinieren.
Sind Hochbeete aus verzinktem Metall sicher für Essbares?
Ja, im üblichen Gartenbetrieb gelten
verzinkte Beete als unbedenklich. Zink ist ein essenzielles Spurenelement; bei pH-neutralem Substrat ist die Abgabe gering. Hinweise: keine sehr alten/zweifelhaften Metallteile verwenden; bei stark
sauren Substraten (z. B. Heidelbeeren) besser ein anderes Gefäß nutzen oder optional eine
Innenfolie (PE/Noppenfolie) einsetzen.
Wie pflege ich ein Metall-Hochbeet - und lohnt sich eine Innenfolie?
Verzinkte Beete sind sehr langlebig und pflegeleicht. Kleine Kratzer können bei Bedarf mit Zink-Spray ausgebessert werden. Eine Innenauskleidung (z. B. Noppenfolie/PE/EPDM) kann thermisch puffern; bei Holzbeeten stark lebensdauerrelevant, bei Metall meist optional (Komfort/Isolierung).
Wie viel Erde brauche ich? (Formel & Beispiele)
Formel: Länge × Breite × Höhe (in Metern) = m³; × 1000 = Liter.
• 150 × 50 × 20 cm → 1,50 × 0,50 × 0,20 = 0,150 m³ = 150 L
• 150 × 50 × 30 cm → 1,50 × 0,50 × 0,30 = 0,225 m³ = 225 L
• 150 × 75 × 30 cm → 1,50 × 0,75 × 0,30 = 0,3375 m³ = 338 L (gerundet)
Tipp: je nach Schichtaufbau/Verdichtung etwas Reserve einplanen.